Die ersten Korsetts entwickelten sich in der Mitte des 16. Jahrhunderts aus versteiften Miedern. Der Name „Korsett“ leitet sich von dem altfranzösischen Wort „cors“ - „Körper“ ab. Als Korsett wird ein Kleidungsstück bezeichnet, das eng am Oberkörper anliegt und diesen der jeweils geltenden Mode entsprechend formen soll. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich so verschiedene Korsettformen.
Eine der ältesten Korsettformen – zu finden in der spanischen Hoftracht um 1600 – zwang den Oberkörper beispielsweise in eine konische Form, die Brust wurde hier flachgedrückt. Nur 40 Jahre später entstand eine Form, die den Oberkörper zwar ebenfalls in eine konische Form drückte, die weibliche Brust aber hochschob und so betonte. Diese Korsettform blieb – mit Unterbrechungen – bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ohne nennenswerte Veränderungen erhalten.
Interessanterweise war das Korsett anfang des 19. Jahrhunderts ein Kleidungsstück, das für den modebewussten Herrn unverzichtbar wurde, während es zu dieser Zeit in der Damenmode eine eher untergeordnete Rolle einnahm. HerrenKorsetts spielten allerdings nicht nur für den „Dandy“ eine Rolle, sie waren zeitweise sogar Teil der Uniform von Offizieren, da das Korsett eine militärisch straffe und gerade Haltung erzwang.
Erst als sich zwischen 1840 und 1870 das „sanduhrförmige“ Korsett entwickelte, das noch heute als klassische Korsettform gilt, erlebte das DamenKorsett einen neuen Aufschwung. Ziel dieser Form ist es, Brust und Hüfte zu betonen und dazu eine möglichst schmale Taille zu modellieren. und dazu eine möglichst schmale Taille zu modellieren. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich lange Korsetteformen, die Hüfte und Bauch ebenfalls formten. Erst im frühen 20. Jahrhundert (ab 1913) geriet das Korsett zunehmend aus der Mode.
Heute erlebt das Korsett eine Renaissance. Noch vor wenigen Jahren galt das Korsett hauptsächlich als erotisches Accesoire, während es in letzter Zeit zunehmend Eingang in die elegante Garderobe findet.
